Baukasten Potentialanalyse

Von Schulen wird erwartet, dass sie die Schüler/innen durch eine fundierte Berufsorientierung auf eine spätere Ausbildung und die Integration in die Berufswelt vorbereiten. Grundlage dieser Bemühungen sollen Kompetenzfeststellungsverfahren sein, die aufzeigen, welche Förder- und Unterstützungsangebote für den einzelnen Schüler/ die einzelne Schülerin sinnvoll und zielführend sind. Mit unserem Baukasten Potentialanalyse ist es Schulen möglich ist, Kompetenzfeststellungen in Eigenregie durchzuführen.

Das Verfahren

Mit Hilfe des Verfahrens entwerfen Sie individuelle Kompetenzprofile, die Ihnen den Entwicklungsstand der Schüler/innen aufzeigen und eine gezielte Förderung ermöglichen. Das Besondere: Der Baukasten heißt Baukasten, weil er in einzelnen Modulen angelegt ist, die variabel eingesetzt werden können. Sie können das Verfahren somit sehr differenziert in verschiedenen Jahrgangsstufen anwenden.

Die Kriterien

Wenn ein Verfahren zur Kompetenzfeststellung von Lehrkräften und sozialpädagogischen Fachkräften in Schule eigenständig umgesetzt werden soll, müssen die schulischen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Nur dann kann es gelingen, ein Verfahren dauerhaft zu etablieren und für die Schüler/innen sinnvoll einzusetzen. Für den Baukasten PA gelten deshalb folgende Kriterien:

  • Das Verfahren muss insgesamt überschaubar, transparent und nachvollziehbar sein - Schüler/innen und durchführende Lehrkräfte sollen genau wissen, worauf sie sich einlassen.
  • Die einzelnen Instrumente, Übungen und Testverfahren müssen verständlich und im schulischen Kontext handhabbar sein.
  • Die Anwendung der Instrumente sowie deren Auswertung und Interpretation müssen ausreichend trainiert und auf Wunsch dauerhaft unterstützt werden.
  • Die diagnostischen Kompetenzen (Testerhebung und -auswertung, systematische Beobachtung) der schulischen Fachkräfte müssen gestärkt werden.
  • Es muss eine ausreichende Anzahl an Fachkräften ausgebildet werden, um einen dauerhaften Einsatz des Verfahrens sicher zu stellen.
  • Das Verfahren muss modularisiert angeboten werden, um eine Umsetzung im Unterricht und eine passgenaue Abstimmung auf die Zielgruppe zu erleichtern.
  • Das Verfahren sollte als Bestandteil eines umfassenden Förderplankonzeptes der Schule definiert und hierzu von den schulischen Gremien verabschiedet werden.

Die Bausteine

Berufliche Interessen und Neigungen

Der Baustein "Berufliche Interessen" umfasst zwei Module á zwei Unterrichtsstunden. In diesen Modulen testen Sie mit Ihren Schüler/innen deren berufliche Interessen und entwickeln gemeinsam anhand der Ergebnisse eine erste Berufswahl. Es stehen Ihnen hierzu zwei erprobte schriftliche Interessentestverfahren zur Verfügung, die je nach Teilnehmergruppe zum Einsatz kommen. Ergänzend wird mit einem Schülerfragebogen der Stand der beruflichen Orientierung reflektiert und zusammengefasst. Die Auswertung erfolgt weitgehend automatisiert, was Ihnen eine schnelle Bearbeitung ermöglicht. Die Testergebnisse werden in einem Interessenprofil gebündelt und den Schüler/innen zurückgemeldet.

Personale, soziale und methodische Kompetenzen

Im Baustein "Kompetenzen" werden die Schüler/innen bei der Bearbeitung von Teamaufträgen beobachtet. Die systematische Beobachtung der Arbeitsprozesse soll dazu dienen, zentrale personale, soziale und methodische Kompetenzen zu erfassen, die als besonders relevant für Ausbildung und Beruf gelten. Die drei Kompetenzen Leistungsbereitschaft/ Motivation, Teamfähigkeit und Problemlösefähigkeit werden hierzu mit jeweils drei Merkmalen beschrieben, die beobachtet werden. Zur Dokumentation und Auswertung wird ein entsprechender Beobachtungsbogen benutzt. Der Baustein "Kompetenzen" umfasst zwei Einheiten á zwei Unterrichtsstunden. Um einen längeren Prozess der Kompetenzentwicklung bei den Schüler/innen zu beobachten, kann es sinnvoll sein, weitere Einheiten anzuschließen. Hierzu bieten wir Ihnen kostenfrei zusätzliche Teamübungen an.

Berufsbezogene Eignungen

Mit Arbeitsproben zur berufsbezogenen Intelligenz sind Sie in der Lage, die Eignung für bestimmte berufliche Tätigkeiten in Simulationsaufgaben zu überprüfen. Gleichzeitig können diese Arbeitsproben aber auch dazu dienen, Berufswünsche kritisch zu überprüfen und ggf. auf Defizite und Förderbedarfe bei den Schüler/innen hinzuweisen. Im Baustein "Eignungen" werden Eignungsprofile zu technischen, handwerklichen sowie kaufmännischen Berufstätigkeiten erstellt. Gleichzeitig können die Verfahren der gezielten Vorbereitung auf betriebliche Einstellungstests oder zur konkreten Bewerberauswahl dienen. In zwei Unterrichtseinheiten leiten schulische Fachkräfte die Arbeitsproben an und führen anschließend die standardisierte und weitgehend digitalisierte Auswertung durch.

Die Qualifizierung

Der Baukasten PA wird nicht von externen, sondern von schulischen Fachkräften umgesetzt. Dies setzt voraus, dass Lehrerinnen, Lehrer und pädagogische Mitarbeiter/innen im Umgang mit den Instrumenten ausreichend qualifiziert werden. Mit unseren mehrtägigen Schulungen verfolgen wir das Ziel, die Teilnehmer/innen in die Lage zu versetzen, das Verfahren in ihren Klassen durchzuführen, die Ergebnisse auszuwerten und zu interpretieren.

Zum Umfang und zu den Kosten der Schulung sprechen Sie uns gerne an!

Downloads: 
Flyer Baukasten Potentialanalyse
Gerne senden wir Ihnen den Flyer im Original. Rufen Sie uns an!
Teamaufträge
Ergänzend zu Modul 2 bieten wir Ihnen Teamaufträge zum Download an. Die Teamaufräge können Sie in im Baukasten PA verwenden oder auch als unterichtsergänzende Maßnahme zur Entwicklung der Sozialkompetenz einsetzen. Viel Spaß damit!